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Es wird Frühling in der Stadt

Da die Schneeberge so langsam verschwunden sind wurde am Samstag das gute Wetter genutzt um mit Rädern und Familie diverse Dinge in der Stadt zu besorgen. Allerdings scheinen die Autofahrer noch nicht wieder mit Radfahrern zu rechnen.

Schon morgens auf dem Weg zum Becker meinte ein S-Klasse Fahrer aus Wesel durch mehrfaches Hupen seinen Anspruch an der Fahrbahn geltend machen zu müssen, um mich dann trotz Gegenverkehr mit ca.10cm Seitenabstand überholen zu müssen. Auf dem Rückweg schnitt mich dann noch ein Kleinwagenfahrer ähnlich knapp, liess dabei aber die Finger von der Hupe.

Nach dem Frühstück ging es erst zu einem Elektromarkt, als wir an die Kreuzung Cederstraße/Richard-Zanders-Straße kamen wurde dort gerade von der Polizei ein Unfall zwischen einem LKW und einem Radfahrer nachgestellt. Ob es sich dabei noch um Untersuchungen zu dem tödlichen Unfall von 2007 handelt vermag ich nicht zu sagen.

Hauptstraße

Danach ging es Richtung Innenstadt, der Weg dorthin ist für Radfahrer eine ziemliche Zumutung, kann aber durch passend geparkte Fahrzeuge noch ein wenig „spannender gestaltet werden:

Parken in der Hauptstraße

Als meine Frau die beiden Damen im Fahrzeug auf ihre Parkposition ansprach, drehten diese sich weg und ignorierten sie. Als ich jedoch zu meiner Kamera griff, konnte der Weg gar nicht schnell genug geräumt werden ;-).

Nachfrage bei der Stadt

Heute hab ich es dann geschafft, mal bei der Stadt nachzufragen, wie weit denn die internen Gespräche zum Thema Radverkehrsführung fortgeschritten sind. Im November letzen Jahres wurde mir versprochen, dass ich im Dezember bzw. Anfang dieses Jahres Informationen darüber erhalten würde. Siehe auch meinen Eintrag zum Thema Reaktionszeit.

Hier meine heutige Mail:

Re: Radwegsicherung auf dem Refrather Weg
R.U....@stadt-gl.de
Kopie: 
P.K...@stadt-gl.de
Datum: 01.03.2010 20:05:53
   
Sehr geehrte Herr U.,

Ende Oktober vergangenen Jahres sandte ich eine E-Mail bezüglich
eines Unfalls auf dem Refrather-Weg und der allgemeinen Radwegsituation
in Bergisch Gladbach an die Stadt, welche an Sie als für diesen
Themenbereich zuständige Person weitergeleitet wurde.

Am Mittwoch, den 11 November 2009 10:17:52 schrieb R.U...@stadt-gl.de:
> Sehr geehrter Herr Müller,
>
> Ihr Schreiben vom 30.10.2009 wurde mir zwecks Beantwortung zugeleitet.
>
> Da  bezüglich der Radwegproblematik in Bergisch Gladbach noch Gespräche
> sowohl mit der Polizei als auch mit der Kreisverwaltung und intern statt
> finden werden, ist mit einer Beantwortung Ihres  Schreibens nicht vor Mitte
> Dezember, ggf.  erst zu Beginn des nächsten Kalenderjahres zu rechnen.

Ich habe Verständnis dafür, falls die durch den strengen Winter
entstandenen Schäden auf den Bergisch Gladbacher Straßen die Priorität
zunächst auf die generelle Verfügbarkeit der Verkehrswege gelegt wird,
jedoch ist es nun Anfang März und es würde mich schon interessieren
inwieweit Ihre Gespräche zu ersten Ergebnissen geführt haben.

Persönlich habe ich auch während des Winters mein Fahrrad z.B. zum Erreichen
der Strassenbahnhaltestelle in Refrath genutzt und konnte auf Grund der
Räumzustände der Radwege diese in der Regel nicht nutzen.
Des Weiteren fühlte ich mich auf der Fahrbahn auch keinesfalls als
besonders gefährdet. Besonders im Stadtteil Refrath viel mir auf,
dass mir auf der Fahrbahn im Gegensatz zu den fahrbahnbegleitenden
Radwegen an der Dolmanstraße keinerlei "Geisterradler" entgegenkamen.
Im Bereich Siebenmorgen ist dieser Weg auch ohne Eis und Schnee unbenutzbar,
da z.B. Richtung Süden die Restbreite am Buswartehäuschen nur noch 40cm 
beträgt.
In Richtung Norden kann man mit dem Rad nicht den geforderten Mindestabstand
zu geparkten KFZ (1m) einhalten. Weiterhin fehlt die bauliche Trennung oder
weiße Trennline zum Gehweg. Auch die BASt konnte bisher in ihren Studien
kein eröhtes Risiko durch die Nutzung der Fahrbahn durch Radfahrer
nachweisen (z.B. Unterreihe Verkehrstechnik: V184). Lediglich einige
KFZ-Führer die nicht erkannten, dass der Radweg unbenutzbar war,
glaubten mich durch Betätigen der Hupe,
Handzeichen oder Schneiden auf den Radweg hinweisen zu müssen.
Einmal wurde ich dabei auch als Idiot tituliert. Dieses Verhalten
fällt mir besonders dort auf, wenn eine Radwegbeschilderung vorhanden
ist, an Straßenteilen ohne Benutzungspflicht sind solche "erzieherischen"
Maßnahmen der Autofahrer wider besseren Wissens deutlich seltener.

Mit freundlichen Grüßen
    Holger Müller

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